Zahlreiche Gründe sprechen dafür, die Winde in der Region in Strom umzuwandeln. Die wichtigsten Gründe für Schweizer Windstrom:
Windenergie hat eine hervorragende Ökobilanz
Windenenergie ist nebst Wasserkraft die umweltfreundlichste Energieform
Windenergie ist eine unerschöpfliche, kostenlose, saubere und umweltfreundliche Energiequelle.

Quelle: Suisse-Eole
Eine Windenergieanlage braucht gerade mal die Fläche eines Einfamilienhauses
Die Menge Beton, die für den Bau einer modernen Windenergieanlage benötigt wird, entspricht der von 8 Einfamilienhäusern. Dieser Einsatz lohnt sich, denn die Anlage produziert während 30 Jahren Strom für bis zu 10’000 Personen! Am Ende ihrer Nutzungszeit kann die Anlage in rund einer Woche demontiert werden und hinterlässt weder Spuren in der Landschaft noch umweltschädliche Abfälle.
- Schweizer Windstrom, der Stromimporte vermeidet, stösst je nach Stromquelle bis zu 70 Mal weniger CO2 aus als importierter Strom. (Studie CaroWind der Universität Genf)
- 80 bis 90 % einer Windenergieanlage sind leicht wiederverwertbar, weil sie aus Metallen wie Stahl und Kupfer sowie aus Beton bestehen. Die Metalle werden direkt wiederverwendet, die Betonteile finden als Strassenschotter eine neue Verwendung.
- Die Rotorblätter – ihr Gewicht entspricht rund 6 % des Gesamtgewichts einer Anlage – bestehen aus Faserverbundstoffen. Ausgediente Rotorblätter werden in Zementwerken verbrannt und die entstehende Asche dient als Zuschlagsstoff für den Zement.
Faserverbundstoffe werden nicht nur bei Windenergieanlagen verwendet. Sie sind weit verbreitet zum Beispiel bei Sportgeräten (Ski, Snowboard), oder in der Automobil – und Bauindustrie.Aber auch Badewannen, Rutschbahnen und vieles mehr werden aus Faserverbundstoffen hergestellt. Die Anlagenhersteller haben die ersten Windenergieanlagen mit recycelbaren Flügeln in Betrieb genommen. Zudem werden neue Materialien für Rotorblätter erforscht, die später einfacher recycelt werden können.
Quelle: Suisse-Eole
Windenergie ist wichtiger Winterstrom
Genügend Strom im Winter
Im Winter weht der Wind in der Schweiz stärker – genau dann, wenn wir am meisten Strom für das Heizen und die Beleuchtung benötigen. Windenergie und Photovoltaik ergänzen sich also ideal.
Schweizer Windenergie ist systemrelevant
In absehbarer Zeit werden wir unsere alten AKW abschalten müssen. Damit werden 40% der inländischen Stromproduktion wegbrechen. Höchste Zeit, dass wir den Ersatz aus erneuerbaren Energien aufbauen. Indem wir Wasserkraft, Solar- und Windenergie kombinieren, können wir unseren Bedarf auch nach Abschaltung der AKW mit einheimischer und CO2-freier Energie selber decken.
Wasserkraft und Solarenergie sind im Sommerhalbjahr besonders produktiv. Im Winter liefern sie weniger Strom, weil ein Teil der Niederschläge als Schnee fällt und die Tage kürzer sind. Bei der Windenergie ist es umgekehrt: Weil die Winde im Winter stärker wehen, liefern die Anlagen zwei Drittel ihrer Produktion im Winter. Genau dann ist unser Energiebedarf fürs Heizen und die Beleuchtung am höchsten.
Ein rascher Abbau der Hürden ist zentral
Die Schweiz muss nun die Hürden für den zügigen Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion im Inland – vor allem für den Winter – beseitigen, um eine ausreichende Eigenproduktion zu gewährleisten. Zwei Drittel des Windstroms wird im Winter produziert. Windstrom ist systemrelevant.
Windkraft bringt hohe Leistung
Eine Windkraftanlage bringt hohe Leistung
Eine einzige Umdrehung eines Windrads erzeugt genügend Strom für eine Fahrt von 50km mit einem e-Auto. Eine mittlere Windturbine produziert Strom für rund 2’200 Haushalte.
Windenergieanlagen produzieren während 80% der Zeit Strom
Bereits wenn der Wind mit 10 Stundenkilometern bläst, beginnt eine Windenergieanlage Strom zu produzieren. Auf der Fläche eines Einfamilienhauses produziert eine Windenergieanlage Strom für bis zu 10’000 Menschen. Oder während 30 Jahren Strom für bis zu 5’000 Elektrofahrzeuge, die jährlich 15’000 km fahren.

Die Stromproduktion der Schweizer Windenergieanlagen lässt sich sehen: Der Grossteil des Parks produzierten mindestens so viel und sogar mehr, als bei ihrem Bau prognostiziert wurde. Und die grauen Energie, d.h. die Energie, die für die Herstellung der Anlage selbst benötigt wurde, ist bereits nach 3-6 Monaten „zurückgezahlt“.

Windenergie ist wichtige Winterenergie
Der Bau von Windenergieanlagen reduziert teure Investitionen in Speicher für den Winter.
Quelle: suisseéole
Windkraft bringt Einnahmen in der Schweiz
Das Geld bleibt in der Schweiz
Die Gemeinden können am Ertrag von Windkraftanlagen teilhaben.
Die Schweiz gibt montlich 1 Mrd. Franken für den Import fossiler Brennstoffe aus
Aber auch: Seit 2009 wird in St. Brais wirtschaftlich Strom erzeugt – und die Gemeinde wird an den Erträgen beteiligt. Im Kanton Schaffhausen wurde am 19.6.2025 ein neues Energiegesetz angenommen, dass den Standortgemeinden einen Windzins garantiert. Windenergie wird dezentral erzeugt, und erzeugt Werte vor Ort.
Windenergie stärkt die Energieunabhängigkeit der Schweiz
Bei einheimischer Energie bleibt das Geld in der Schweiz
Wenn wir Fahrzeuge und Wärmesysteme mit Strom aus einheimischen erneuerbaren Energien betreiben, bleibt das Geld im Land und wir schaffen neue Arbeitsplätze. Mit einheimischem Wasser-, Solar- und Windstrom könnten wir uns schon heute selber mit Energie versorgen.
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Indem wir Wind und Sonne nutzen, senken wir die Abhängigkeit von Stromimporten und Importen von fossilen Brennstoffen.
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100 % der fossilen Energien sowie 100 % des Urans stammen von ausserhalb der Schweiz, und oft aus Ländern mit autokratischen Regierungen.
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Der Bau der Anlagen kostet, aber ca. 40-60% der Investitionskosten für einen Windpark geht an Schweizer Firmen, der Rest wird importiert. Die Betriebs-und Unterhaltskosten für einen Windpark machen über 25 Jahre 20-30% der Investitionskosten aus. Dieses Geld bleibt ebenfalls zum grössten Teil in der Schweiz.
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Stromimporte werden zunehmend unsicher. In Deutschland sind alle AKW vom Netz, Ende 2038 das letzte Kohlekraftwerk. Auch in Frankreich, das aktuell 57 AKW in Betrieb hat (davon die meisten älter als 40 Jahre), sind gerade mal 6 neue AKW beschlossen, d.h. auch Frankreich wird in absehbarer Zeit weniger AKW betreiben.
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Die Kosten für Stromimporte können plötzlich steigen, die Kosten für einheimischen Windstrom nicht.
Die Schweiz ist ein Windland
Die Schweiz hat viele gute Standorte
Die Schweiz ist ein Windland, genau wie das umliegende Ausland, das bereits lange in Windkraft investiert und Windkraft in grossem Stil nutzt.
Vor allem im Jura produzieren bereits jetzt Windenergieanlagen wirtschaftlich Strom. Das weitere Potenzial ist gross: allein in Baselland können gemäss Bundesamt für Energie 600 Gigawattstunden Energie jährlich erzeugt werden. Das sind 30% des gesamten Verbrauchs im Kanton.
Der Wind stoppt nicht an Schweizer Grenzen
Windenergie ist eine erprobte Technologie: In den Nachbarregionen produzieren rund 8’000 Windenergieanlagen Strom. In der Schweiz sind es 50.
Die installierte Leistung in den Nachbarregionen (Quelle: Regionen Frankreich, Bundesländer Deutschland, Österreich):
- Auvergne-Rhone-Alpe : 700 MW
- Baden-Württemberg: 1900 MW
- Bayern: 2700 MW
- Bourgogne-Franche-Compte: 1100 MW
- Grand Est: 5200 MW
- Österreich: 4000 MW
- Schweiz: 100 MW
Windenergie ist in der Schweiz unterentwickelt
Der Windstromanteil der Schweiz liegt unter 1%
Gemäss der Potenzialstudie des Bundesamts für Energie könnte in der Schweiz die Hälfte des Winterstroms mit Windenergie gedeckt werden. Es gibt genügend gute Standorte. Wir müssen beginnen, das Potenzial zu nutzen.