ETH ZÜRICH / SWEET EDGE KONSORTIUM · MAI 2025

Woher der Strom im Jahr 2050 kommt

Forschungsverbund ETH Zürich, Universitäten Genf & Bern, EPFL, WSL, ZHAW

Ein neuer Forschungsbericht zeigt, wie die Schweiz ihr Energiesystem bis 2050 dekarbonisieren kann – und was das kostet. Der Strombedarf steigt von heute 56 TWh auf rund 75 TWh jährlich, gleichzeitig fallen 23 TWh Atomstrom weg. Die Lücke muss durch erneuerbare Energien geschlossen werden.

×4

Solarkapazität muss wachsen
6,4 → 26,8 GW

×80

Windkapazität muss wachsen
0,1 → 8,4 GW

45 TWh

Ziel neue Erneuerbare bis 2050 (60 % des Bedarfs)

Wichtigste Erkenntnisse

 

 

 

Der Strom der Zukunft käme im Schnitt aus 28 TWh Photovoltaik, 13 TWh Wind und dem Rest aus Biomasse – ein massiver, staatlich geförderter Ausbau ist laut den Forschenden ohne griffige Subventionen kaum vorstellbar.
Der Zugang zum europäischen Strommarkt ist entscheidend: Eine 70-prozentige Einschränkung des grenzüberschreitenden Handels würde die Versorgungskosten um 8 % erhöhen und noch mehr Windkraft erfordern. Der Strompreis könnte sich bei strikten Importbeschränkungen mehr als verdoppeln.
Über die Hälfte aller Schweizer Investitionen in erneuerbare Grossprojekte fliesst ins Ausland – vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. In der Schweiz verbleiben lediglich 1 % dieser Mittel.

Netto-Null kostet einen durchschnittlichen Schweizer Haushalt jährlich 0,63–0,75 % des Konsums – deutlich weniger als die Folgekosten eines unkontrollierten Klimawandels.

 

Fazit der Forschenden: Die Energiewende ist technisch und wirtschaftlich machbar – vorausgesetzt, die Schweiz baut Solar und Wind konsequent aus, sichert den Zugang zum europäischen Strommarkt und mobilisiert heimische Investitionen für heimische Projekte.

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