Heute besuchten 16 Personen auf Einladung von Pro Wind Nordwestschweiz den Windpark Gütsch oberhalb von Andermatt. Markus Russi vom EW Ursern führte die Gruppe über das Gelände auf 2332 m ü. M. und schilderte die Entstehungsgeschichte des Parks seit über zwei Jahrzehnten.
Der Windpark ergänzt die Wasserkraft des Urserntals ideal – gerade im Winter, wenn der Strombedarf am höchsten ist und die Wasserkraft weniger liefert. Bislang produzierten vier Anlagen (600 kW sowie dreimal 900 kW, Gesamtleistung 3,3 MW) rund 5,5 Mio. kWh pro Jahr. Mit dem im Mai 2025 gestarteten Ausbau – einer zusätzlichen Anlage und dem Ersatz einer älteren durch ein leistungsstärkeres Modell (Enercon E-70, je 2,3 MW) – ist die Jahresproduktion ab Dezember 2025 nun auf gut 11 Mio. kWh angestiegen und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Besonders eindrücklich: Die lokale Bevölkerung ist am Elektrizitätswerk beteiligt und profitiert direkt. Dank Wind- und Wasserkraft zahlen die Andermatterinnen und Andermatter aktuell nur 24.7 Rappen pro Kilowattstunde mit einer weiteren Reduktion für 2027.
Ein Beispiel, das zeigt, wie Windenergie, Versorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung zusammenspielen.