Ist die Schweiz ein Windland? An den richtigen Standorten: ja.
Suisse-Eole hat vor kurzem ihre neue Projekt-Karte publiziert, wo man sieht, was wo gebaut wird. Sie zeigt, es geht vorwärts. Nichtsdestotrotz wird von den Gegnern immer wieder gesagt, die Schweiz sei kein Windland.
Darum haben wir die Volllaststunden der Windkraftanlagen in der Schweiz ausgewertet. Richtig dimensionierte Anlagen an guten Standorten erreichen im Schnitt 1500 bis 2500 Volllaststunden pro Jahr und liefern damit verlässlich Strom.
Die effektiven Erträge stimmen weitgehend mit den Prognosen überein. Eine Ausnahme ist die hochalpine Anlage Griespass-Nufenen auf 2500 m: Dort wurden turbulente Windverhältnisse, dünne Luft und harte Klimabedingungen unterschätzt. Hier braucht es weitere Entwicklungsarbeit.
Der Standort entscheidet. Am Gotthard und in Andermatt schwanken die Erträge stark mit dem Föhn. Die Anlagen im Unterwallis (Charrat, Martigny, Collonges) erzielen die höchsten Erträge, produzieren aber vor allem im Sommer wegen des thermischen Talwinds. Die kleinen Anlagen im Feldmoos Rengg (Entlebuch) mit 50 bzw. 61 m Nabenhöhe liegen deutlich tiefer. Die Nabenhöhe ist ein zentraler Ertragsfaktor.
Was sich zeigt: Die Schweiz ist durchaus ein Windland, die Standortwahl ist wichtig, und dafür setzen wir uns ein.