2.1 Milliarden Zugvögel fliegen jedes Jahr über Mitteleuropa. Mit Forschungsarbeiten, zum Beispiel an der Vogelwarte Sempach, konnte gezeigt werden, dass die Vögel meist nachts fliegen, und zwar nicht in lokalen Schwärmen, sondern eher flächendeckend. Im Zusammenwirken von Forschung und Birdradar-Anlagen können Tage prognostiziert werden, an denen viele Vögel tief über die Schweiz fliegen. Es ist eine wichtige Interessensabwägung, wann Windenergieanlagen abgestellt werden.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit Olivier Waldvogel (Suisse-eole), moderiert von Celestina Rogers (Pro Wind Nordwestschweiz) wurde klar, dass die Beteiligten ähnliche Interessen haben. Vogelschutz ist wichtig, aber auch der Klimawandel bedroht die Biodiversität (also auch die Zugvögel) in bislang ungeahnter Weise, so dass es kein entweder oder gibt, sondern nur eine miteinander. Das Vogelradar kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten, die beiden Interessen zu versöhnen.

Pressespiegel: Bericht in bz Online

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